Hessen-Mobil: Schildbürgerstreiche in Heuchelheim.

Lärmschutz für die Anwohner von den Behörden ignoriert ! (In Ergänzung zu den Zeitungsberichten, hier der vollständige Text der KWI-Pressemitteilung.)

Irgend wie ist die Straßenmeisterei in Alten-Buseck “ins Schleudern” geraten bei der Umsetzung der Verkehrsschau-Ergebnisse vom 17.01.2012 auf der L 3020 zwischen Heuchelheim und Atzbach in die Praxis umzusetzen.  Insgesamt viermal rückte sie an, um zwischen Ortseingang und der Kreuzung Falken- und Schwimmbadstraße die 50er Schilder gegen 70er auszutauschen, beiderseits der Kreuzung Warnschilder wegen querender Fußgänger anzubringen, die neuen 50er Schilder im Kreuzungsbereich nochmal umzuhängen und ab da die Tempo-70-Schilder von und nach Lahnau abzumontieren.

Folge: Da in Höhe der Einmündung der Bahnhofstraße auf der L 3020 dadurch jetzt Tempo 100 zulässig ist, darf man gespannt sein, ob hier die Unfallgefahr nicht zunimmt, zumal ja die Vorfahrt des querenden Radweges auch noch zu beachten ist.

Ganz vergessen haben die übergeordneten Verkehrsbehörden -Hessen Mobil, Landkreis und Polizei- leider, dass die Aufhebung dieser Tempobegrenzung für die Bewohner im parallel verlaufenden Goldammerweg eine erhebliche Zunahme der Lärmbelästigung bedeutet. Selbst dem ADAC-Vetreter scheint dies bei der Verkehrsschau nicht aufgefallen zu sein.

Da laut den Verkehrsbehörden durch solche Maßnahmen auch der Schilderwald gelichtet werden soll, fragt man sich aber, wieso auf den ca. 600 m zwischen “Knochenpark” und der Kreuzung Falkenstraße nach Lahnau ein 70er Schild ausreicht, in der Gegenrichtung auf der gleichen Strecke gleich zwei 70er Schilder hängen. Anscheinend spielt bei Hessen Mobil Geld keine Rolle, den offenbar kann man sich vier Anfahrten an einen Ort und ein überflüssiges Schild immer noch leisten.

Dazu passt auch, dass in der Bachstraße (L 3359) das Ortsschild zwecks besserer Sichtbarkeit ortseinwärts, nur auf die Bieberbachseite versetzt werden sollte. Die Straßenmeisterei war aber offenbar der Ansicht, dass doppelt genäht besser hält, ließ das erste Schild stehen und setzte an den Bieberbach noch ein zweites Schild dazu.

“Geleistet” hat sich die Straßenmeisterei noch bei der Aufstellung von Warnschildern auf der verlängerten Krofdorfer Straße (L 3045) eines in Höhe der Ecke des Kinzenbacher Sportplatzes halb hinter einem noch jungen Baum “zu verstecken”. Ob man sich dabei etwas gedacht hat ?

Aus den Ergebnissen der Verkehrsschau wird wieder einmal deutlich, dass behördliche Entscheidungen von oben herab und ohne Berücksaichtigung der örtlichen Verhältnisse an den Realitäten vorbei gehen können und die Bevölkerung unnötig belastet und verärgert wird. Leider hat die gemeindliche Verkehrsbehörde -Bürgermeister, Ordnungsamt- dabei nur eine sehr begrenzte Mitsprache. Es kommt auch durchaus vor, dass deren sinnvollen und praktischen Vorschläge rundweg abgelehnt werden. Die Gemeinde ist daher für alle berechtigten Beschwerden aus der Bevölkerung der falsche Ansprechpartner.

Es existiert sogar eine innerbehördliche Anweisung, dass ortskundige Fraktionen oder Bürger von den Verkehrsschauen ausgeschlossen sind ! Bürgerbeteiligung, egal wie, ist sogar unerwünscht. Scheinbar ist die Umsetzung irgendwelcher, oft praxisfremder Vorschriften wichtiger, wie der Realität entsprechende und sinnvolle Regelungen.

Als die tatsächlich Verantwortlichen sollten der Hessische Verkehrs- und der Innenminister das jetzige innerbehördliche, teils weltfremde und besserwisserische Verfahren der zuständigen Mittelbehörden für Verkehrsschauen dringend reformieren und die Entscheidungskompetenz dorthin geben, wo sie hingehört, nämlich vor Ort !

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