Bäderverbund „Gleiberger Land“ im Wiederstreit der Interessen.

Sitzung der zwei Ausschüsse in Biebertal bringt nur dürftige Erkenntnis. Schließung des Hallenbades die angebliche Rettung für den Biebertaler Haushalt ? Bietet der Verbund eine zukunftsfähige Lösung ?

Das einzig Positive bei der gemeinsamen Sitzung des Wettenberger Kultur-, Sport- und Partnerschaftspflege-Ausschuss und des Biebertaler Haupt- und Finanzausschusses am 27. März in Biebertal war leider nur das allgemeine Kennenlernen, Gespräche über die aktuelle Situation des Hallen- und des Freibades und die Meinung, die Bäder schon aus gesundheitlichen und sportlichen Gründen zu erhalten nahmen breiten Raum ein. Letzteres wäre auch im Sinne der Heuchelheimer DLRG.

Es kursierten zwar einige Zahlen im Raum, aber nachprüfbare Daten fehlten, denn die entsprechenden vorhandenen Unterlagen hatten die Ausschussmitglieder nicht vorliegen. Ob es Absicht oder Vergesslichkeit der beiden Bürgermeister Bender und Brunner war ? Es ist ja bekannt, dass Bürgermeister Bender das Hallenbad aufgrund des hohen Defizites schließen will. Ob er glaubt, damit den Haushalt sanieren zu können, obwohl dies bei der Schieflage der Biebertaler Finanzsituation gar nicht gelingen kann ? Man konnte in dieser Sitzung den Eindruck gewinnen, dass für die beiden Bürgermeister die sportlichen und gesundheitlichen Gründe nicht an erster Stelle stehen.

Über den vorgelegten Satzungsentwurf des Zweckverbandes wurde überhaupt nicht gesprochen. Das war auch gut so, denn er enthält diverse Fehler, ungeklärte Fragen und rechtliche Lücken. Da soll es beispielsweise bei nur 13 Versammlungsmitgliedern gleich 5 Vorstandsmitglieder geben, ein absolutes Missverhältnis. Oder, der Ausstieg eines Partners ist gar nicht vorgesehen, während die Auflösung des Verbandes eine 8/10 Mehrheit erfodert, was einem „Juniorpartner“, wie Heuchelheim, jede Ausstiegsmöglichkeit nehmen würde. Schlampig ist auch, dass die Verbandsversammlung alle „wichtigen“ Angelegenheiten entscheiden soll, aber jede Regelung fehlt, wer die angeblich „unwichtigen“ Dinge entscheidet. Und die Mängel setzen sich ähnlich fort. Kurz: Hier wurde eine Satzung aus Pohlheim abgeschrieben, offenbar ohne diese mal zu überprüfen. Eigentlich sollte der Biebertal-Verwaltung die alte Schulregel bekannt sein, dass Abschreiben nicht das eigene Nachdenken ersetzt.

Der größte Fehler ist jedoch, dass jede Aussage für eine zukunftsfähige gemeinsame Badlösung im Gleiberger Land fehlt. Die Bewahrung des jetzigen Zustandes der jahrealten Badeinrichtungen mit den entsprechend hohen Zusatzkosten ist keine Dauerlösung. Auch hier könnten die Bürgermeister mal nicht nur bis zum nächsten Wahltermin denken, sondern an die Zuknft ihrer Gemeinden.


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