SPD: Zu wenig für Vereine und zu viel Kommerz ?

Zu wenig an die Vereine gedacht und zuviel Kommerz ?    

Ärztehaus wirklich ein Problem ?

Ersteres meinte die SPD im Mai in der Gemeindevertretersitzung und hielt außerdem die Pläne für “überkommerzialisiert”. Wenn man sich mit dem Projekt “Alte Schule” mehr beschäftigt, erkennt man dass das Erdgeschoss mit Café und Mehrzweckraum auch den Vereinen zur Verfügung steht, nur eben nicht zur alleingen Nutzung. 

Im Vorfeld haben die Vereine alle gewünschten Unterbringungsmöglichkeiten untereinander und mit dem Architekten abgestimmt. Grundsatz dabei war: Für keinen Verein eine “Extrawurst”, sondern in gemeinsamer Absprache die unterschiedlichen Interessen unter einen Hut zu bringen. Und das wurde entsprechend umgesetzt. Bisher gab es auch keinerlei nachträglichen Beschwerden.

Selbst wenn Vereine oder Gruppierungen, die bisher sämtliche Möglichkeiten versäumt haben ihre Wünsche anzumelden, noch nachträglich kommen sollten, werden Wege gesucht, sie unterzubringen; ggf. kann man auch etwas zusammenrücken.  Auch dafür wäre die von der KWI beantragte Baukommission der richtige Ansprechpartner.

Schade, dass durch die unberechtigte Kritik der SPD an der Vereinsunterbringung ein falscher Eindruck in der Öffentlichkeit entstanden ist, der nicht der Realität entspricht.  Im Gegensatz zur gemeinsamen Nutzung von Räumlichkeiten durch alle anderen Vereine, hat nur der AWO-Ortsverein bisher das Privileg, zwei Räume ausschließlich alleine nutzen zu dürfen. Gegensatz zur nichts zur AWO-Ortsgruppe gesagt hat, die als einziger Verein das Privileg genießt, über gleich zwei Räume Noch ein paar Anmerkungen zu den vielen Wünschen seit 2014 bei den öffentlichen Planvorstellungen und der kritisierten nur bruchteilweisen Umsetzung seitens der SPD.
Es ist nun mal eine Tatsache, dass Wünsche äußern immer zu begrüßen ist. Aber oft stellt sich bei näherer Beschäftigung dann heraus, dass eine Realisierung, am fehlenden Personals (ob angestellt oder ehrenamtlich), den sachlichen Voraussetzungen, der fehlenden Kapazität, der vertretbaren Kosten oder was auch immer, scheitert. Das ist nun mal so und kann nicht bequemerweise dem Gemeindevorstand oder Bürgermeister  angelastet werden. Kurz: Eine sachkundige Betrachtung der Wünscherealisierung wäre dem Gesamtprojekt  dienlicher.

Zur “Überkommerzialisierung”.

Wenn das sogenannte Ehrenamtscafé nur kommerziell von einem Unternehmen betrieben werden sollte, obwohl eine ehrenamtliche Nutzung zum Beispiel von und zugunsten der Vereine möglich wäre, dann wäre eine Kritik hier angebracht. Aber nur dann.

Zur “Bäckereiverkaufsstelle” ist festzustellen, dass sie einer sachlichen Beurteilung auch aus KWI-Sicht, nicht Stand hält und abzulehnen ist. Hier ist die Kritik berechtigt. Für die Verkaufsstelle votierten ein paar Leute, warum auch immer.. Dagegen sprechen aber: fehlendes Interesse der örtlichen Bäckereien, völlig unrentabler Standort, hohe Betriebs- und separate Personalkosten, ca. 80.000 € Baukosten plus lfd. Betriebskosten für die Gemeinde, Einengung des Haupteingangs-/Foyerbereichs, optische Beeinträchtigung der Gebäudeansicht (Denkmalschutz?). Krz, ein Wunsch, der, wie oben schon dargelegt, als gut empfunden wird, aber in der Praxis kaum sinnvoll zu realisieren ist.  Die bessere Lösung: Mit einem Teil der Baukosten, den gesamten Eingangsbereich durch eine Glaswand offener und einladender gestalten.

Generell trifft die vorgenannte Ablehnung auch auf das im hinteren Bereich angedachte Backhaus zu.

“Eine insgesamt sachlichere Beurteilung wäre der Sache wesentlich dienlicher”

Auch im Hinblick auf die zuerst nicht geplante Vermietung des 1. Obergeschosses an die Sozialstation des DRK  kann von “Überkommerzialisierung” keine Rede sein.  Die platzmäßige Umsetzung ist sinnvoll möglich und die Gemeinde kann einen Teil der Betriebskosten durch Mieteinnahmen kompensieren.

“Ärztehaus, eine gute Idee des Bürgermeisters”

Wenn sich in der Gemeinde kein günstig gelegenes, passendes Grundstück findet (vielleicht ist doch mal ein “Enkelbauplatz” zu bekommen ?) ist die Idee des Bürgermeisters für den hinteren Bereich des Schulgeländes nur zu begrüßen. Die Sache hat nur den Haken, dass sich aufgrund des Geländezuschnitts und des vorhandenen Schulgebäudes einige sachlichen Probleme ergeben, die bei einem Bau durch einen Investor rechtlich nicht abzugrenzen sind.

Angefangen von der gemeinsamen Nutzung der Freifläche, der Zufahrt in den hinteren Bereich, über getrennte oder gemeinsame Ver- und Entsorgung, fiktive Geländeaufteilung, bis zu Wegerecht und anderes, macht nur ein Bau durch die Gemeinde Sinn. Eben weil sich dann manche Probleme gar nicht stellen, denn beide Gebäude sind in einer Hand.

Fazit: Gemeinde baut das Ärztehaus !