Was lange dauert, wird auch mal gut.

Kinzenbacher Ehrenmal endlich saniert und platzmäßig gut gestaltet.

Mit dem Antrag “DS 19” hatten wir als erste Aktion der neuen KWI-Fraktion nach der Wahl 2016 die Sanierung des Ehrenmals an der Kinzenbacher Kirche beantragt, den die Gemeindevertretung 2017 beschloss und den Gemeindevorstand mit den Arbeiten beauftragte.

Mit Parken ein Ehrenmal missachten. Das schafften gedankenlose Mitmenschen.

Dass dann bis zur tatsächlichen Fertigstellung ganze vier Jahre vergingen, damit war nicht zu rechnen.
Zum Schandfleck im Ortsbild geworden
Bis dahin war das Kriegerdenkmal der ehemaligen Gemeinde Kinzenbach für die Gefallenen und Vermissten des 1. Weltkrieges im Laufe der Jahre ziemlich herunter gekommen.  Trotz der noch jährlichen gärtnerischen Pflege durch den Bauhof drum herum, verwitterte die Schrift auf dem “Steinklotz” immer mehr, der Plattenbelag wurde brüchig und weniger sensible Autofahrer  missbrauchten den Vorplatz aus Bequemlichkeit als Parkplatz.

Was tun ? Ganz weg oder sanieren ?
In KWI-Fraktionssitzungen ab April 2016 wurde vieles diskutiert, wie mögliche Beseitigungskosten, was soll dann mit dem im kirchlichen Gelände liegenden Gemeindestück passieren; genügt nicht die Ehrentafel an der Kinzenbacher Friedhofskapelle; das Ehrenmal ist ein Stück der früheren selbstständigen Gemeinde; gestalterisch ist der Klotz kein Höhepunkt-eben aus der Zeit Anfang der 1930er Jahre;  und andere Argumente.
Nach Abwägen aller “Für und Wider” entschlossen wir uns dann, den Erhalt des Ehrenmals zu befürworten und stellten den genannten Sanierungsantrag.

Das “Tempo” der Sanierung und die voreilige Fertigmeldung
Mit Planung, Mittelbereitstellung, Arbeitsvergabe, usw., vergingen etliche Monate, bis dann Mitte 2018 die gründliche Reinigung des Ehrenmals erledigt und die Inschrift der Vorderseite wieder zu lesen war. Diese ersten Arbeiten waren für Bürgermeister Lars Burkhard Steinz seltsamerweise schon Anlass genug, am 3.8.2018 in der Presse voreilig den Abschluss der Sanierung zu verkünden. Da war u. a., nur von rund 1.300 Euro Kosten die Rede und wie äußerst wichtig der Gemeinde die Pflege und der Erhalt der Kriegerdenkmäler seien.

Das unvollendete Denkmal mit der Vorder-Inschrift im August/September 2018 nach dem Pressetermin

Die Bevölkerung wunderte sich, denn der Zugang war noch nicht repariert, die Namen der Gefallenen fehlten auf der Rückseite und von einer Vorplatzgestaltung war auch noch nichts zu merken.
Dazu wurde der Presse verschwiegen, dass die Gemeindeverwaltung aufgrund des KWI-Antrags tätig wurde. Ob sie deshalb nicht genannt wurde ? Wenn schon Pressetermin mit Foto,  dann hätte der Bürgermeister anstandshalber ein KWI-Fraktionsmitglied einladen können . So war der voreilige Presseauftritt leider kein Ruhmesblatt.

Fortgang und tatsächlicher Abschluss der Sanierung 2021
Trotz Corona-Verzögerungen fällt auf, dass das Tempo der weiteren Arbeiten seit 2018, nicht so zu dem Anspruch “äußerster Wichtigkeit” von Erhalt und Pflege der Kriegsdenkmäler passt, wie vom Bürgermeister in der Presse betont.
Da die Namen der Gefallenen nicht mehr zu entziffern waren, dauerte es, bis eine separate Namensplatte in Auftrag gegeben, geliefert und schließlich 2021 angebracht wurde.

46 Kinzenbacher Männer wurden Opfer des 1. Weltkrieges. Namenstafel auf der Rückseite des Denkmals

Folgend wurden Stufen und Belag repariert, die Randmauern in Absprache mit der Kirchengemeinde ausgebessert, eine Bank aufgestellt  und mit der “Kettenabsperrung” des Vorplatzes ein würdiger Abschluss gefunden. Damit war Ende Juli 2021 die 4-jährige Sanierung endlich abgeschlossen.

Bisher sind öffentlich die tatsächlichen Sanierungskosten noch nicht bekannt und ebenso nicht, ob es zur tatsächlichen Fertigstellung jetzt einen angemessenen Pressetermin geben soll. Egal, die Hauptsache ist, dass das Kinzenbacher Ehrenmal durch die Sanierung und die Neugestaltung des Vorplatzes besser wurde, als die Jahrzehnte zuvor.

Für diese Gesamtaufwertung des Ehrenmals  gebühren Bauabteilung, Ordnungsamt und Bauhof  ein besonderes Lob. 

Wir hoffen, dass die Bevölkerung den Bereich zukünftig gebührend achtet.
(Fotos: privat) 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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