KWI: Baukommission für “Alte Schule” Kinzenbach

– Behandlung in der anstehenden Sintzungsrunde – 

– Kritik von Alt-Bürgermeister Marx “unpassend” –

Der im Mai aus aktuellen Anlässen zurückgestellte KWI-Antrag für eine kleine, fachkundige Baukommission bei Sanierung und Umbau der alten Kinzenbacher Schule steht jetzt am 27.08.19 im Haupt- und Finanzausschuss und am 03.09.19 in der Gemeindevertretung zu Beratung und Entscheidung an. Dies ist jetzt zeitlich notwendig, weil demnächst die einreichungsfähigen Unterlagen für das Bauamt zum Beschluss in der Gemeindevertretung vorgelegt werden sollen.

Der KWI-Antrag lautet: Die Gemeindevertretung beruft für den Umbau der alten Kinzenbacher Schule zu einem Multifunktionsgebäude eine Baukommission, die Architekt, Baufirmen und die Gemeindegremien unterstützt.

In der aktualisierten Begründung haben wir sinngemäß ausgeführt, dass es gerade bei Sanierungen alter Gebäude oft zu nicht vorhersehbaren Veränderungen und folgend höheren Kosten kommt, die schnelle Klärungen erfordern. Vor diesem Hintergrund ermöglicht die Kommission eine gesteigerte Transparenz der anfallenden Entscheidungen in der Bauphase bei den zukünftigen Nutzern und den Gemeindegremien.

“Transparenz und Kostenüberwachung notwendig”

Sogenannte “Beisitzer-Ausschüsse” halten wir hier für ungeeignet. Wir regen daher an, diese “Baukommission” mit max. sechs qualifizierten Personen zu besetzen. Neben der baufachlichen Kompetenz (Architekt und Sachbearbeiter/in Bauverwaltung) sollen bauerfahrene Bürger aus Gemeindevorstand (1), Gemeindevertretung (1) und Nutzer (2) ehrenamtlich ihre praktischen Erfahrungen einbringen.

“Positive Entscheidung mit “Heuchelheimer Einigkeit” erhofft”

Im Interesse aller Beteiligten für das ” Multifunktionsgebäude” hoffen wir bei den anderen Fraktionen auf Zustimmung für unser Anliegen und eine positive Entscheidung.
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“Alt-Bürgermeister Willi Marx fühlt sich herausgefordert”

In der Pressemitteilung im Vorfeld der Einreichung unseres Antrags Ende April 2019 hatten wir beispielsweise argumentiert, dass beim Neubau des Mehrzweckgebäudes vor 30 Jahren höhere Baukosten entstanden sind, als geplant. Dies habe auch die vom Gemeindevorstand später bestimmten zwei Mitglieder nicht mehr verhindern können. Da es sich bei der Schule um ein umfassendes Sanierungsobjekt handelt, die oft bei öffentlichen Bauten kostenmäßig völlig aus dem Ruder laufen, sei eine Baukommission die richtige Maßnahme. 

Aufgrund dieser Veröffentlichung fühlte sich der damals amtierende Bürgermeister Willi Marx herausgefordert. Er bestritt, dass damals höhere Baukosten entstanden seien und listete auf, dass sogar noch rund 28.000 DM übrig geblieben seien. Weiter unterstellte er unserem Fraktionsvorsitzenden Gernot Buseck Unkenntnis, weil er damals ja nicht der Gemeinde-vertretung angehört habe.

“Mehrzweckgebäude 1990 teurer als geplant”

Zur Darstellung aus der Sicht von Willi Marx ist folgendes zu sagen:

Niemand bestreitet Marx´ Verdienste, dass er sich maßgeblich für den Bau des Hauses eingesetzt hat, oft gegen Widerstände in den damaligen Fraktionen, selbst seiner SPD-Mitstreiter. Das steht außer Zweifel und wird nach wie vor im Ort anerkannt.

Auf den ersten Blick erscheint seine Darstellung der Zusammensetzung der Gesamtkosten auch schlüssig zu sein. Wer sich jedoch in Projektmanagement und Bauabrechnungen auskennt, wundert sich, wieso Herr Marx die Außenanlagen, Parkplatz und Beleuchtung als separate Positionen aufführt, obwohl diese sachlich eindeutig Teile des Haushaltstitels “MZG-Baukosten” waren.  Also wurden damals Gelder aus drei weiteren Haushaltspositionen verbraucht. ?

Aus welchen Gründen Willi Marx  diese Kostendarstellung “gewählt” hat, muss hier nicht diskutiert werden.  Aber Respekt für diese clevere Idee, die Kostenüberschreitung zu kaschieren. Nur, an der Tatsache ändert das nun mal nichts.

Eines Willi Marx unwürdig ist aber der persönliche Angriff auf unseren Fraktions-vorsitzenden Gernot Buseck. Es sei hier klar gesagt: Man muss nicht der damaligen Gemeindevertretung angehört haben, um Information zum Ablauf und Umstände beim Bau des Mehrzweckgebäudes zu bekommen. Es waren ja mehrere örtliche Firmen, Ortsvereine und auch Einzelpersonen am Bauablauf beteiligt bzw. interessiert, die sich auskennen.

“Unwürdiger persönlicher Angriff  des Alt-Bürgermeisters”

Schade, dass Herr Marx vorher nicht das Gespräch gesucht hat, denn die KWI hat ihm ja gar keinen persönlichen Vorwurf gemacht. 
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