Mit “fremden Federn” geschmückt

Ist die “Einvernahme” fremder Leistungen als eigener Erfolg  die neue Profilierungsmasche der beiden großen Parteien in Heuchelheim ?
Hat der SPD-Mann Walter Bepler von der CDU “gelernt” ?

Dieser Verdacht kommt auf, wenn man einerseits den Ablauf der Koalition vor und nach den Wahlen vom März diesen Jahres sachlich verfolgte. Da schmückt sich die CDU bei manchen Gelegenheiten gerne mal mit fremden Federn, wie auch die Freien Wähler in den Gemeindenachrichten am 21.07.2016 zu Recht beklagten.

Andererseits ist im Bericht in der heimischen Presse am 26. bzw. 27.7.2016 über das SPD-Urgesteins Walter Bepler zu lesen, dass er sich unter anderem bei der Friedhofsordnung erfolgreich für die neue “Baumbestattung” eingesetzt habe. Falls der Pressetext seine Aussage richtig widergibt, müssen wir aber klar sagen, diese Behauptung entspricht nicht der Wahrheit !

Es mag ja sein, dass sich Walter Bepler mit der formellen Umsetzung dieser Bestattungsmöglichkeit in die Friedhofsordnung beschäftigt hat, denn damit hatte die Gemeindevertretung den Gemeindevorstand ja per Beschluss auch beauftragt, aber vorher bei der Grundidee und dem daraus folgenden Antrag an die Gemeindevertretung war er nicht beteiligt.

Nachweislich richtig ist:

  • Die Anregung zur “Baumbestattung” kam in Wirklichkeit von Bepler´s Ex-Kollegen, unserem ehemaligen Beigeordneten Wolfgang Oestreich, die wir dann als KWI-Antrag Anfang Januar 2013 in der Koalition vorstellten.
  • Übernommen als “KOA-Antrag” mit der DS 082 “Alternative Form der Bestattung” wurde er am 21.01.2013 registriert und zugelassen.
  • Nach der Befürwortung in den Ausschüssen wurde der Antrag in der Gemeindevertretung am 19.03.2016 beschlossen und der Gemeindevorstand mit der Durchführung beauftragt.

Bei aller Hochachtung für die ehrenamtlichen Leistungen Walter Bepler´s und seiner sehr berechtigten Kritik an mangelndem öffentlichen Respekt und Anerkennung, hat er es eigentlich nicht nötig, sich mit fremden Federn zu schmücken ! 

Hoffen wir, dass es ein einmaliges “Versehen” war.