Sparen ja, aber nur in Kinzenbach.

Fehlende Sachkenntnis und wenig Sachlichkeit. Und wer tatsächlich die Gräben zwischen den Ortsteilen buddelt. Das ist die Erkenntnis aus den Diskussionen in den Ausschüssen und der Gemeindevertretung im August. Hier die vollständige KWI-Pressemitteilung, die bei den beiden Zeitungen leider nur gekürzt erscheint.

Mit großer Mehrheit hat die Gemeindevertretung einen sogenannten Prüfantrag für den Gemeindevorstand beschlossen, der die Möglichkeit einer kommerziellen Nutzung des Mehrzweckgebäudes Kinzenbach aufzeigen soll. Die FDP als Antragsteller begründet dies in erster Linie mit der Vermutung, dass durch die zu erwartenden Einnahmen die wirtschaftliche Situation der Gemeinde verbessert wird, ohne gleichzeitig die bisherigen Aktivitäten der örtlichen Nutzer (teils aus beiden Ortsteilen!) zu beeinträchtigen. Diese „eierlegende Wollmilchsau“ wird es nach nach Überzeugung der Kinzenbacher Wählerinitiative nicht geben und ist auch völlig unrealistisch.

Wer die Gemeindevertretersitzung aufmerksam verfolgt hat, war erstaunt, dass der Antragsteller in seiner grenzenlosen Aufklärungswut die Bezeichnung MZG Blumenring verwendete, anstatt den offiziellen Namen MZG Kinzenbach. Wollte er den Anwesenden damit vor Augen führen, dass sich das Mehrzweckgebäude nicht in Kinzenbach befindet ? Wenn dann im Rahmen der weiteren Antragsbegründung kalkulatorische Abschreibungen den Kosten hinzugerechnet werden, um einen Mega-Zuschussbedarf zu begründen, zeugt das nicht gerade von Sachkenntnis und überschreitet damit die Grenze einer seriösen parlamentarischen Darstellung. Der geplante Zuschuss für 2010 beträgt nicht 46.000 €, sondern tatsächlich 30.400 €, wovon etwa 1/3 noch den Privatnutzern zuzurechnen ist, weil komplett kostendeckende Mieten nicht erzielbar sind. Der darin enthaltene Energieaufwand ließe sich durchaus reduzieren, aber bis heute sind noch keinerlei energetische Maßnahmen wie in anderen gemeindlichen Gebäuden, im MZG überhaupt vorgesehen.

In diesem Zusammenhang ist bemerkenswert, dass die Grünen-Forderung nach einem modernen Gebäudemanagement für alle gemeindlichen Liegenschaften nicht erhört wurde. Auch die Betrachtung der historischen Entstehungsgründe des Mehrzweckgebäudes als Begründung für das abweichende Stimmverhalten eines Mitgliedes des FW-Fraktion wurden leider eher amüsiert zur Kenntnis genommen. Mit dem gezeigten Verhalten der (Heuchelheimer) Mehrheit, einschließlich CDU, erweist man den angekündigten Gesprächen des (CDU-) Bürgermeisters mit den örtlichen Vereinen und Gruppierungen über eine Kostenbeteiligung einen Bärendienst.

Was bleibt ist der völlig unbegründete Vorwurf der SPD an die Kinzenbacher Wählerinitiative, Kommunalpolitik mit Kirchturmspolitik zu verwechseln. Dieser Behauptung ist energisch zu widersprechen. Wer, wie hier geschehen, sich einerseits ein bestimmtes öffentliche Gebäude herauspickt, andererseits aber ablehnt die 6x teurere Spothalle = 202.000 €/Jahr in die Prüfung einzubeziehen, beweist eindeutig mangelnde Sachlichkeit und zeigt aber, wer tatsächlich die Gräben zwischen den Ortsteilen buddelt.

Die KWI ist und bleibt eine Wählergemeinschaft, die, wie jede andere Partei oder Wählergemeinschaft mit besonderen Schwerpunkten, die positive Entwicklung der gesamten Gemeinde Heuchelheim im Auge hat. unbegründete Ungleichbehandlungen, wie im vorliegenden Fall, werden auch weiterhin unseren Widerstand hervorrufen, so die KWI-Fraktion abschließend.

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