Die Baufirma macht gute Arbeit…

…so überschrieb Frau John, Redakteurin, ihre Ausführungen von unserer Informationsveranstaltung am 19.2.10, der am 23.2. im Gießener Anzeiger erschien. Hier nun der etwas abgeänderte Bericht, ergänzt mit weiteren Einzelheiten.

Karl-Heinz Stark, Polier der ausführenden Firma Grün + Scherer aus Burkhardsfelden, stand den interessierten Mitgliedern und Anhängern der Kinzenbacher Wählerinitiative (KWI) und vor allem Anwohnern aus dem „Vogelviertel“ vor Ort Rede und Antwort. Im Namen der Wählerinitiative begrüßte Willi Heß die ca. 20 erschienen Personen am Heimatmuseum und freute sich, dass mit Herrn Stark ein Praktiker für die Führung an der Kanalbaustelle gewonnen werden konnte. 

Willi Heß erinnerte zunächst an die Probleme, dass bei vielen Anwohnern bei größeren Regenereignissen immer wieder Abwässer in den Kellern hochgekommen und es auch zu Überstaus gekommen sei. Seitens der Verantwortlichen habe man lange versucht, die Problematik kleinzureden und die Anwohner mit Ausreden zu beschwichtigen. Die von der KWI beantragte, von der Mehrheit im Gemeindeparlament abgelehnte, von der Gemeindeverwaltung aber dann doch beauftragte sogenannte „Hydrauliche Berechnung des Kanalsystems“ bestätigte dann die Vermutungen der Anwohner. Nicht nur im „Vogelviertel“, auch in anderen Gemeindebereichen zeigte sich, dass das Kanalnetz teilweise erheblich unterdimensioniert und baulich auch nicht mehr den heutigen Erfordernissen entspricht. Für die Beseitigung dieser gravierenden Mängel sind die allgemeinen Reparaturmaßnahmen lt. Eigenkontrollverordnung völlig ungenügend und nicht ausreichend.

„Das Kanalnetz ist zu klein und wird vergrößert“, fasste Polier Stark die laufenden Arbeiten im Gespräch mit dem Anzeiger zusammen. In vielen Kommunen gebe es ähnliche Probleme, meinte er.  Von der seit Juni 2009 laufenden Gesamtbaumaßnahme sind die Kanalerweiterung zwischen Falken- und Schwimmbadstr., das Drosselschachtbauwerk am Goldammerweg, das neue Überlaufwerk am Bahndamm, der Staukanal dazwischen und das zusätzliche Kanalrohr samt neuem Sammelschacht ab Esso-Tank durch den Bahndamm abgeschlossen.  In Arbeit sind die ca. 300 m Überlaufkanal in Richtung Atzbach mit zusätzlichem offenen Graben zum neuen Rückhaltebecken, das auch noch fertigzustellen ist. Zuletzt folgt der Abriss des alten ungenügenden Überlaufwerks, an dessen Stelle ein großer Sammelschacht eingebaut wird, der auch den bisher falsch angeschlossenen Bahnhofstraßenkanal aufnimmt und die Wiederherstellung des Weges am Bahndamm nach Atzbach. Insgesamt kann man die Maßnahme umschreiben mit: Sanierung, Erweiterung und Verlegung der Kanalführung zwischen ESSO-Tank und Schwimmbadstraße. So werden auch die rund 1,2 Millionen Euro Baukosten verständlich.

An den einzelnen Stationen der Baumaßnahme erläuterte Polier Stark die Arbeiten und beantwortete die Fragen der Teilnehmer. Vom Umfang der Gesamtarbeiten sichtlich beeindruckt sagte ein Anwohner: „Hieran sieht man, was bisher versäumt wurde“. Abschließend bedankte sich Willi Heß bei Herrn Stark für die fachkundige Führung und gab den Wunsch vieler Teilnehmer weiter, bei der Inbetriebnahme der Anlage dabeizusein.

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